Pressemitteilung - EE2 Katastrophenschutzübung 2009 --> PDF [116 KB]
Pressemitteilung - EE2 Jahresbericht 2008 --> PDF [54 KB]
Pressemitteilung - EE2 Jahresbericht 2009 --> PDF [263 KB]
Übung in Stätten - Pressebericht des Südkuriers --> Link
Übung in Stetten - Bilder des Südkuries --> Link
Pressemitteilung
Ein Dienst am Menschen, der seinesgleichen sucht
Das abgelaufene Jahr 2009 stand unter dem Motto: “Zusammenarbeit mit Dritten“ Hierbei sind vor allem gefahrenabwehrende Institutionen wie das Technische Hilfswerk (THW), der Feuerwehr und der Polizei. Ebenso bestand ein Großteil der Ausbildung in der zivil-militärischen Zusammenarbeit. Am Elbehochwasser im Jahr 2002 konnte man sehen, wie wichtig bei einer extremen Katastrophe die Zusammenarbeit aller Institutionen ist. Die Bundeswehr verfügt über einen großen Pool an technischem Hilfsmaterial, welches sich der Katastrophenschutz zu Nutze machen kann.
Seit letztem Jahr verfügt der Landkreis Esslingen nicht mehr über sieben sondern nur noch über fünf Einsatzeinheiten. Wie schon im letzten Jahresbericht erwähnt wird die alte Struktur der Einsatzeinheiten von Bund und Ländern nicht mehr weiter verfolgt. Der Landkreis Esslingen war auch von den Auflöseplänen des Bundes und des Landes betroffen und musste zwei Katastrophenschutzeinheiten abgeben.
Die Einsatzeinheit 2 musste aus diesem Grund neu strukturiert werden. In allen Bereitschaften wurde das verbindliche Modul „MANV“ (Massenanfall von Verletzten) im Sinne des Behandlungsplatzes 25 eingeführt. Behandlungsplatz 25 bedeutet, dass mit den eingesetzten Kräften und Mitteln eine Versorgungseinheit geschaffen wird, in der pro Stunde 25 Verletzte versorgt werden können. Somit kann alle 2,5 Minuten ein Patient durch einen Arzt gesichtet und von ihm die Versorgung innerhalb des Behandlungsplatzes angeordnet werden.
Die Bereitschaft aus Plochingen hat im Laufe des letzten Jahres die Verpflegungsgruppe an die Bereitschaft aus Wernau übergeben. In vielen schweißtreibenden Stunden wurde die Feldküche wieder auf den neuesten Stand gebracht. Des Weiteren ließen sich mehrere Wernauer Rotkreuzler zum Feldkoch ausbilden und stehen im Katastrophenfall bereit um die Bevölkerung zu versorgen.
Der größte Einsatz für die Einsatzeinheit 2 war sicherlich die Notlandung der Fokker 100 im September 2009. Da sich das Hauptfahrwerk der Fokker nicht ausfahren lies löste der Tower Großalarm für die Rettungskräfte aus. Zum Glück konnte das Flugzeug ohne größeren Schaden landen. Die DRK-Einsatzeinheit 2 mit den Bereitschaften aus Aichwald, Baltmannsweiler und Wernau verblieb am Einsatzort und betreute die Passagiere und Angehörigen bis zum Einsatzende um 14:45 Uhr.
Sascha Heidenreich, Pressesprecher der DRK-Einsatzeinheit 2: „Wir wären auf alle Eventualitäten vorbereitet gewesen. Die Zusammenarbeit zwischen Polizei, Rettungsdienst, Flughafenfeuerwehr und den Katastrophenschutzeinheiten hat hervorragend funktioniert.“
Eine Großübung für die Einsatzkräfte des Katastrophenschutzes stand im Herbst auf dem Truppenübungsplatz Stetten am kalten Markt an.
„Heftiges Unwetter überm Heuberg“ so lautete der Name dieser groß angelegten Rettungsübung, an welcher über 200 Einsatzkräfte den Ernstfall auf dem Truppenübungsplatz in Stetten am kalten Markt probten. Gleich zwei Großübungen forderten die Helfer von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk (THW) und Deutschem Rotem Kreuz (DRK) am Übungswochenende. Zwei Tage lang wurde intensiv die Rettung von Menschenleben aus Notsituationen geübt.
Über das ganze Jahr verteilt wurden mehrere Ausbildungs- und Fortbildungsabende an den verschiedenen Bereitschaftsstandorten abgehalten.
Im Dezember konnten wir dann das recht ereignisreiche und vielseitige Jahr 2009 bei einer Weihnachtsfeier im Gerberbräu Uhingen ausklingen lassen.
Leider haben auch die DRK-Bereitschaften innerhalb der Einsatzeinheit 2 Nachwuchsprobleme. Um die Katastrophenversorgung der Bevölkerung weiter auf hohem Niveau halten zu können, benötigen die einzelnen Bereitschaften junge Frauen und Männer für den Dienst im Roten Kreuz. Viele männliche Jugendliche können in den DRK-Bereitschaften den sogenannten Ersatzdienst ableisten. Ersatzdienst bedeutet Mitarbeit im Katastrophenschutz statt Dienst in der Bundeswehr. Die Verpflichtungszeit beträgt momentan 6 Jahre, was auf den ersten Blick sehr viel erscheint, gegenüber 9 Monaten Bundeswehr oder10 Monaten Zivildienst. Man muss jedoch wissen, dass sich es sich hierbei nicht um eine Vollzeitbeschäftigung handelt, sondern die Dienstpflicht die auf gelegentliche Übungen, Lehrgänge und Einsätze beschränkt ist. Wer also interessiert daran ist, anderen Menschen in der Not zu helfen, kann sehr viel Spaß aus seinem Ersatzdienst beim Roten Kreuz ziehen. Wenn Sie Interesse an einer Mitarbeit im Roten Kreuz oder Fragen zum Ersatzdienst haben, dann wenden Sie sich unverbindlich an Ihr örtliches Rotes Kreuz.
Viele ehrenamtliche Rotkreuz-Helfer stehen bereit um bei Katastrophenfällen Menschenleben zu retten



